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Beginn von Hochwasserschutz und ökologischer Aufwertung
Die Auswirkungen des Klimawandels führen zu einer steigenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen und Überschwemmungen. Besonders das Hochwasser im Juni 2024 hat in der Region Oberwart erhebliche Schäden verursacht. Umso wichtiger ist es, Projekte umzusetzen, die Hochwasserschutz und ökologische Verbesserungen miteinander verbinden, besonders im innerstädtischen Bereich.
Mit dem Spatenstich startete in der Stadtgemeinde Oberwart ein wichtiges Infrastrukturprojekt: Am Wehoferbach werden umfangreiche gewässerökologische Maßnahmen umgesetzt und gleichzeitig der Hochwasserschutz verbessert. „Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie wichtig vorausschauende Investitionen in den Schutz unserer Gemeinden sind. Mit dem Projekt am Wehoferbach setzen wir gezielt Maßnahmen, die den Hochwasserschutz für die Bevölkerung in Oberwart verbessern und gleichzeitig den Bach ökologisch aufwerten. Damit verbinden wir Sicherheit für die Menschen mit einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Gewässern. Seitens des Landes fließen rund 1,8 Mllionen Euro in das Projekt“, so Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner.
Auch Umweltminister Norbert Totschnig betonte anlässlich des Spatenstichs, wie essentiell solche Maßnahmen sind: „Der verbesserte Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren wie Hochwasser ist mir ein großes Anliegen. Daher investieren wir als zuständiges Umweltministerium österreichweit laufend in bauliche Maßnahmen und ökologische Verbesserungen, die Mensch und Natur gleichermaßen zugutekommen. Für das Projekt „Gewässerökologische Maßnahmen und Hochwasserschutz am Wehoferbach“ in der Stadtgemeinde Oberwart stellen wir 3,1 Millionen Euro bereit. Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit, in eine intakte Umwelt und stärkt die regionale Wirtschaft.“
Das Projekt umfasst Maßnahmen entlang des Wehoferbachs im Stadtgebiet von Oberwart auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern – vom Mündungsbereich in die Pinka bis zur Querung der B50 Burgenlandstraße. Ziel ist es, den Bach ökologisch aufzuwerten, seine Struktur zu verbessern und gleichzeitig die Hochwassersicherheit zu erhöhen.
- Schulgasse: rund 266 Meter
- Badgasse: rund 246 Meter
- Bachgasse – offener Gewässerabschnitt: rund 368 Meter
- Bachgasse: rund 855 Meter
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Sanierung der bestehenden Bachüberdeckung in der Badgasse auf einer Länge von etwa 246 Metern. Dabei wird der überdeckte Bachabschnitt teilweise geöffnet, um eine ökologische Verbesserung zu erreichen und gleichzeitig die Abflusskapazität bei Hochwasser zu berücksichtigen.
Zusätzlich werden mehrere gewässerökologische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Strukturierung des Gewässerbettes sowie Bepflanzungen im bestehenden Abflussprofil, um den derzeit schlechten ökologischen Zustand des Wehoferbaches zu verbessern. Der Bach ist zwar nicht durch Abwassereinleitungen belastet, weist jedoch aufgrund seiner geradlinigen Bauweise Defizite in der Gewässerstruktur auf. Auch der Hochwasserschutz wird gezielt verstärkt.
- die Sanierung bestehender Ufermauern,
- die Errichtung von Hochwasserschutzmauern mit einer Erhöhung von rund 65 Zentimetern,
- sowie sechs notwendige Überfahrten in der Badgasse, um weiterhin den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie dem Freibad, dem Kindergarten und zum öffentlichen WC sowie zu privaten Grundstücken zu gewährleisten.